Fachbeiträge zur Denkmalpflege

Tagungsbericht | Continuity and Authenticity – On the Cultural Significance of Rebuilt Monuments / Kontinuität und Authentizität – Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten

Mainz, 17.04.2018-18.04.2018
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Kooperation mit ICOMOS Deutschland

Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter ein europaweit bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. In ihnen wurden wesentliche Grundlagen für die Ausprägung des aschkenasischen Judentums bereitet. Bis heute sind einzigartige bauliche Zeugnisse vorhanden. Über alle Einschnitte und Zerstörungen hinweg konnte Kontinuität behauptet und religiöse Tradition gewahrt werden. Die Tagung hatte zum Ziel, die Frage der Authentizität der Monumente im Hinblick auf den UNESCO-Welterbeantrag SchUM-Städte zu diskutieren. Dabei wurde erörtert, welche Aspekte von Authentizität in Anbetracht der Objekte, die, wie etwa die Wormser Synagoge, eine sehr wechselvolle und keineswegs zäsurlose Geschichte aufweisen, zum Tragen kommen und inwiefern ideelle und materielle Hinterlassenschaften als authentisch begriffen werden können.

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Bericht über die Forschungen zur Geschichte des Kurparks Bad Neuenahr im März 2014 | Zusammenfassung

Der vorliegende Text samt Abbildungen ist eine Zusammenfassung des Forschungsberichtes über die im März 2014 im Auftrag der GDKE / Direktion Landesdenkmalpflege unternommenen Studien zum Kurgarten, den zentralen und partiell ältesten Teil der erhaltenen historischen Kuranlagen von Bad Neuenahr, in seiner heutigen Begrenzung durch Kurgartenstraße (früher Kirchstraße), Oberstraße und Ahr.
Der Fokus war dabei auf die Entwicklungsgeschichte des Parks nach der Lenné’schen Gestaltungsphase gerichtet. Hierzu wurden Recherchen im Archiv der AG Bad Neuenahr durchgeführt, das über einen äußerst umfangreichen (jedoch noch nicht verzeichneten) Bestand verfügt, ferner im Stadtarchiv Bad Neuenahr-Ahrweiler, ergänzt durch Ortsbesichtigungen.

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Attrappenkult: Rekonstruktionen – wiedergewonnene oder gefälschte Geschichte?

Mit der Rekonstruktion von gebauter Geschichte im Falle der Mainzer Markthäuser und der Frankfurter Altstadt standen und stehen die beiden kriegszerstörten Rhein-Main-Städte Mainz und Frankfurt seit Jahrzehnten in der öffentlichen Diskussion. Im vollbesetzten Saal des Mainzer Landesmuseums diskutierten am Dienstag-Abend, dem 10. Oktober 2016, beteiligte Experten mit dem interessierten Publikum das Für und Wider von wiedergewonnener oder gefälschter Geschichte sowie die Perspektive ihrer zukünftigen Bewertung unter denkmalfachlichen Gesichtspunkten. Die von Dr. Martin Bredenbeck moderierte Diskussion führten Dipl.-Ing. Astrid Wuttke, Dipl.-Ing. Björn Wissenbach aus Frankfurt sowie aus Mainz Hartmut Fischer und die Landeskonservatorin Dr. Roswitha Kaiser, die auch den vorausgehenden Impulsvortrag hielt.

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Brandschutz im Baudenkmal

Neues Arbeitsheft der VdL-AG Bautechnik zum Brandschutz am Baudenkmal erschienen

Nicht erst mit dem Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar ist das Thema Brandschutz für Baudenkmale ins Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt. Im neuen Arbeitsheft 13 der VdL-Arbeitsgruppe Bautechnik zum „Brandschutz am Baudenkmal“ werden die Herangehensweisen an eine denkmalverträgliche Brandschutzplanung für erhaltenswerte historische Gebäude aus der Sicht der unterschiedlichen beteiligten Professionen beleuchten: Neben der spezifischen Sichtweise der Denkmalpflege werden auch die fachlichen Vorgaben der Brandschutzplaner, Prüfingenieure und Brandschutzdienststellen herausgearbeitet.

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Nachhaltige Strategien in der energetischen Nachrüstung von Kulturdenkmälern

Der Klimaschutz beherrscht die Medien. Die Bundesregierung hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesteckt. Die Treibhausgas-Emission soll bis 2020 um 40% unter den Stand von 1990 gesenkt werden. Hierzu soll die Energieeffizienz erhöht, der Anteil der erneuerbaren Energien insgesamt vergrößert werden. In der Stromerzeugung soll er bis 2020 auf 25-30% gesteigert werden. Bei der Wärmegewinnung soll er ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt auf 14% anwachsen.

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Denkmalpflegerische Grundsätze zum Umgang mit Fenstern im Baudenkmal und in der Denkmalzone

Historische Fenster sind für das Erscheinungsbild eines Baudenkmals entscheidend und können auch für eine Denkmalzone bzw. ein Ortsbild insgesamt prägend sein. Bestimmte Fensterkonstruktionen und -beschläge sind charakteristisch für bestimmte Epochen. Die Art der Fensterkonstruktion steht zusätzlich in engem Zusammenhang mit den regional vorherrschenden Hauslandschaften und den mit ihnen verbundenen Konstruktions- merkmalen. Die Teilung der Fenster kann gerade einer schlichten Fassade ihre Maßstäblichkeit geben...

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Solaranlagen und Denkmalschutz

Information der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger, erarbeitet im Frühjahr 2010 von der Arbeitsgruppe Bautechnik

Die Grundsätze von Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sind Teil des gesetzlichen Auftrags von Denkmalschutz und Denkmalpflege. Weil natürliche Ressourcen endlich sind und ein verantwortlicher Umgang mit ihnen den kommenden Generationen geschuldet ist, unterstützen auch die in der VdL organisierten DenkmalpflegerInnen in Deutschland die Verwendung solarer Energien im Rahmen der sinnvollen Nutzung von Denkmälern, soweit dieses mit den landesgesetzlichen Bestimmungen zum Denkmalschutz vereinbar ist.

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