Kontinuität und Authentizität - Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten / Internationale Fachtagung der Generaldirektion Kulturelles Erbe und ICOMOS Deutschland e.V.

Am 17. und 18. April 2018 fand im Landesmuseum Mainz die internationalen Fachtagung Kontinuität und Authentizität - Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten statt.
Kontinuität und Authentizität - Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten / Internationale Fachtagung der Generaldirektion Kulturelles Erbe und ICOMOS Deutschland e.V. | Bild: Ursula Rudischer, GDKE Rheinland-PfalzKontinuität und Authentizität - Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten / Internationale Fachtagung der Generaldirektion Kulturelles Erbe und ICOMOS Deutschland e.V. | Bild: Ursula Rudischer, GDKE Rheinland-Pfalz

Kontinuität und Authentizität - Zum Denkmalwert von Wiederaufbauten / Internationale Fachtagung der Generaldirektion Kulturelles Erbe und ICOMOS Deutschland e.V. | Bild: Ursula Rudischer, GDKE Rheinland-Pfalz

Die Tagung stand in engem Zusammenhang mit der UNESCO-Welterbenominierung und hatte zum Ziel, die Frage der Authentizität der Monumente im Hinblick auf den Welterbeantrag zu diskutieren. Dabei wurde erörtert, welche Aspekte von Authentizität in Anbetracht der Objekte, die, wie etwa die Wormser Synagoge, eine sehr wechselvolle und keineswegs zäsurlose Geschichte aufweisen, zum Tragen kommen. Interdisziplinäre und internationale Perspektiven hinterfragten und beleuchteten, wie Kontinuität trotz Brüchen bestehen kann und inwiefern ideelle und materielle Hinterlassenschaften als authentisch begriffen werden können. Ziel der Tagung war es, die für den Welterbeantrag detailliert darzulegende Authentizität der Erbestätten herauszustellen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu untersuchen.

Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz bildeten im Mittelalter ein europaweit bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens. In ihnen wurden wesentliche Grundlagen für die Ausprägung des aschkenasischen Judentums bereitet. Bis heute sind einzigartige bauliche Zeugnisse vorhanden: Die nahezu vollständig erhaltene Mikwe sowie die Reste der 1104 eingeweihten Synagoge in Speyer, die 1938 zerstörte, bis 1961 auf Ruinenmauern aufgebaute Synagoge, die Mikwe von 1185/86 sowie der in situ erhaltene und eine einzigartige Kontinuität aufweisende Friedhof „Heiliger Sand“ in Worms und der 1926 eröffnete Denkmalfriedhof in Mainz. Über alle Einschnitte und Zerstörungen hinweg konnte Kontinuität behauptet und religiöse Tradition gewahrt werden.

Den ausführlichen Tagungsbericht finden sie hier



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