VDL-Jahrestagung 10. bis 13. Juni 2018 in Trier

„Europäisches Kulturerbejahr (ECHY) 2018 – Erinnerung und Aufbruch“

Eine Veranstaltung der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland, ausgerichtet von der Direktion Landesdenkmalpflege der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), in Zusammenarbeit mit der Stadt Trier, dem Rheinischen Landesmuseum sowie mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz.

„ZIEL DES EUROPÄISCHEN KULTURERBEJAHRES ist es, unser gemeinsames kulturelles Erbe und dessen Potenzial für Identifikation, Teilhabe und Entwicklung miteinander zu teilen – im Lichte einer heterogenen europäischen Gesellschaftsstruktur und vor dem Hintergrund aktueller politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen.“ So lautet die programmatische Ankündigung des European Cultural Heritage Year – kurz ECHY – durch das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz.

Diese Zielstellung soll auf der Jahrestagung der Vereinigung mit der Perspektive auf die gebauten Kulturgüter im europäischen Kontext näher beleuchtet und diskutiert werden. Im Fokus stehen fünf Schwerpunktthemen, die als Leitlinien Fragestellungen für fünf Sektionsthemen bieten: Neben der objektbezogenen Frage nach dem Wesen der Europäischen Stadt und nach Grenz- und Begegnungsräumen sind es die Aktivitäten des Erinnerns, des Aufbruchs, des Austauschs, der Bewegung, kurz gesagt des gelebten Erbes, die während der Tagung thematisiert werden sollen: Wie lässt sich das Verhältnis der Erben zu ihrem kulturellen Erbe beschreiben?
Mit dem Veranstaltungsort Trier ist im ECHY eine Stadt gewählt, die im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 eine von fünfzig europäischen Modellstädten war und für die damalige Herausforderung des städtischen Ensembleschutzes Zeugnis ablegt. Trier war bereits im Jahre 1909 Schauplatz des zehnten Tages für Denkmalpflege. Damals wurde intensiv über die Erhaltung des römischen Kaiserpalastes diskutiert, was in der Sache einem umstrittenen Wiederaufbauplan entsprach. Im Juni des Jahres 1952 hielt die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik ebenfalls ihre Jahrestagung in Trier ab. Als Besichtigungsorte standen das Simeonstift und das Moseltal auf der Tagesordnung.

Der Rückblick auf diese Tagungen zeigt, wie zeitgebunden die Debatten um Denkmalwert und Denkmalpflege sind und wie unterschiedlich die Standpunkte der jeweiligen Akteure waren.

Bei der Tagung 2018 wird das aktuelle Rollenverständnis der verschiedenen Akteure für Denkmalschutz und Denkmalpflege beleuchtet werden. Auch der Perspektivwechsel zwischen behördeninternen und externen Beteiligten auf der Basis der gesetzlichen Aufgaben soll im Sinne eines Aufbruchs in die Zukunft Einblicke und Ausblicke auf unser Arbeitsfeld geben.

Das aktuelle Programm zur VDL-Jahrestagung 2018 in Trier wird im neuen Jahr versendet.



GDKE